Besondere Orte, die Menschen berühren

Siegerpräsentation in Trier: Beste Weingastgeber Mosel 2026 kommen aus Detzem, Brauneberg, Bernkastel, Cochem und Winningen.

Herausragende Konzepte für besondere Erlebnisse in der Mosel-Region honoriert der Wettbewerb Weingastgeber Mosel, der von Moselweinwerbung, Industrie- und Handelskammern Trier und Koblenz sowie Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR) Mosel veranstaltet wird. Die Sieger des Jahres 2026 aus Winningen, Cochem, Bernkastel-Kues, Brauneberg und Detzem wurden in Trier präsentiert und für ihre hervorragende Präsentation der heimischen Weine ausgezeichnet. Bei der Siegerehrung im IHK-Tagungszentrum erhielten die fünf Unternehmen Preise im Gesamtwert von 7.500 Euro. Weitere zehn Betriebe wurden für nachhaltiges Engagement als Weingastgeber geehrt.

„Sie zeigen jeden Tag, wie gut Wein, Gastronomie und Tourismus zusammenpassen!“ Mit diesen Worten begrüßte Jennifer Schöpf-Holweck, Hauptgeschäftsführerin der IHK Trier, rund 100 Gäste zur Siegerpräsentation. Sie sei erfreut, dass die Zahl der Teilnehmer am Wettbewerb weitergewachsen und inzwischen auf über 100 gestiegen ist. Die Mosel sei ein starkes Ausflugs- und Reiseziel und es gebe Bedarf an authentischen Angeboten. Der Wettbewerb mache diese Angebote sichtbar und zeige, was die Region auszeichnet: Das Zusammenspiel von Weinwirtschaft, Gastronomie, Tourismus und regionaler Entwicklung. Die kostenlosen Weiterbildungsangebote im Rahmen des Wettbewerbs wurden von 240 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der teilnehmenden Betriebe genutzt. 

Walter Reineck, Leiter der Abteilung Landwirtschaft und Weinbau im rheinland-pfälzischen Ministerium für Landwirtschaft, Weinbau, Umwelt und Forsten, übermittelte die Grüße der neuen Ministerin Christine Schneider und beglückwünschte die Träger und Teilnehmer zu der Weingastgeber-Initiative, die es so nur in der Mosel-Region gebe. Mosel-Weinkönigin Teresa Oster, die gemeinsam mit Walter Reineck die Siegerurkunden überreichte, machte deutlich worum es im Wettbewerb geht: „Hier werden Gastgeber geehrt, die den Moselwein in besonderer Weise in Szene setzen und nachhaltige Genuss- und Wohlfühlerlebnisse schaffen.“

Der Sieg in der Kategorie „Gastronomie“ geht in diesem Jahr an die Terrassenmosel. Christopher und Adrienne Knebel sowie Alexander Rey von der Gutsschänke Knebel in Winningen nahmen den Preis der Firma Wirtz aus Zell aus den Händen von Geschäftsführer Peter Wirtz entgegen. Christian Dübner, Tourismusreferent der IHK Koblenz, würdigte das Konzept der Gutsschänke als Ort, der Tradition weiterdenke und Weinbau mit moderner, regional geprägter Küche verbinde. 

In der Kategorie „Hotellerie bis 3 Sterne“ überzeugte das Hotel Germania aus Cochem die Jury. Dr. Sabine Dyas, Geschäftsführerin des Gastronomischen Bildungszentrums Koblenz hob in ihrer Laudatio auf den Siegerbetrieb hervor, mit welcher Energie die Winzer- und Gastgeberfamilie Göbel in ihren Unternehmen Wein und Hotellerie, regionale Produkte und Events zu einem Rundum-Erlebnis für die Gäste verbinde. Sie überreichte den Preis des Gastronomischen Bildungszentrums im Wert von 1.500 Euro an Annica, Peter und Thomas Göbel. 

Sieger in der Kategorie „Hotellerie ab 3 Sterne Superior“ ist „ein Ort, der Atmosphäre schafft und Menschen berührt“, sagte die Laudatorin Simone Röhr. Im Hotel Deinhards in Bernkastel gelinge die Verbindung von Wein, Gastlichkeit und Kunst auf besondere Weise. Wein sei im gesamten Haus emotional erlebbar, so die Geschäftsführerin der Regionalinitiative Faszination Mosel, der Gast tauche in die Welt der Mosel ein. Hoteldirektor Andreas Heidingsfelder und Marketing-Manager Lukas Kaiser nahmen den mit 1.500 Euro dotierten Preis des Gerolsteiner Brunnen von Gebietsleiter Sascha Wiesen entgegen.

Über den Preis des Moselwein e.V. freute sich Familie Alten aus Detzem. Der Betrieb stehe für die neue Generation an der Mosel, so Jury-Mitglied Bärbel Ellwanger, Marketingleiterin der Mosellandtouristik, über den Sieger in der Kategorie „Weingut mit Winzergastronomie“. „Sie verbinden Gewachsenes mit Neuem, führen fort ohne stehen zu bleiben“, lobte die Laudatorin das Konzept des Weinguts mit modern gestalteter Straußwirtschaft, Online-Weinproben, Weinpicknicks, Wanderungen mit virtueller Begleitung sowie Events wie „Yoga und Wein“. Henning Seibert, Vorsitzender der Mosel-Weinwerbung, überreichte den Preis im Wert von 1.500 Euro an Dorothea und Julia Alten.

Das Weingut Gehlen-Cornelius in Brauneberg komplettiert mit dem Sieg in der Kategorie „Weingut mit Gastronomie und Hotel“ das Quintett der Preisträger. „Hier wird Wein nicht nur erzeugt, sondern gelebt und erlebt“, beschrieb Marketingleiter Gerhard Knauf von der Vereinigten Volksbank Raiffeisenbank eG in seiner Laudatio die Verbindung von Familien-Weingut mit modernem Gutshotel und den Moselsuiten, die einen Besuch auch für jüngere Zielgruppen attraktiv machen. Dies sei ein gelungenes Beispiel für den Weintourismus der Zukunft, so Gerhard Knauf. Er überreichte den mit 1.500 Euro dotierten Preis der Volksbanken Raiffeisenbanken der Region gemeinsam mit Jens Schmitt von der Volksbank Trier-Eifel an Winzer Daniel Gehlen.

Geehrt wurden nicht nur die Sieger in den fünf Kategorien. Darüber hinaus erhielten weitere Wettbewerbsteilnehmer Urkunden sowie die Tafel „Ausgezeichneter Weingastgeber Mosel“. Damit wird ihr nachhaltiges Engagement für besondere Moselweinerlebnisse ausgezeichnet, wie Mosel-Weinkönigin Teresa Oster betonte. Mehr als 80 Wettbewerbsteilnehmer dürfen mit dieser Plakette bereits ihre Häuser schmücken. Erstmals erhielten diese Auszeichnung in diesem Jahr zehn Betriebe von Nittel bis Ediger-Eller: Weingut Frieden-Berg mit Restaurant "Kostbar", Nittel; Das Gasthaus im Panzhaus, Greimerath/Hunsrück; Weingut und Straußwirtschaft/Weinbar Gindorf, Schweich; Weingut und Straußwirtschaft Alten, Detzem; Seminarshof, Trittenheim; Gästehaus Kabinett 1876, Trittenheim; Warsberger Weinhof in Neumagen-Dhron; Weingut und Gästehaus Kiebel, Lösnich; Weingut Paulushof, Pünderich sowie Springiersbacher Hof Restaurant, Café und Weingut, Ediger-Eller. 

Henning Seibert appellierte in seinem Schlusswort an die neue Landesregierung, den Steillagenweinbau stärker zu fördern, um die für den Tourismus und die Wirtschaft der Region bedeutende Kulturlandschaft der Mosel zu erhalten. Die bisherigen Wettbewerbsteilnehmer rief er dazu auf, nicht in ihren Anstrengungen nachzulassen. Die innovativen Leistungen der Siegerbetriebe sollte Ansporn für alle Gastgeber sein, sich weiterzuentwickeln und am Wettbewerb teilzunehmen. 

Im Wettbewerb ist entscheidend, wie die Gastgeber aus Hotellerie, Gastronomie und Weinwirtschaft den Moselwein in ihren Betrieben in Szene setzen und den Gästen auf vielfältige und kreative Weise näherbringen. Jeder Gastronomie- und Beherbergungsbetrieb, der Moselweine anbietet, kann sich kostenlos am Wettbewerb beteiligen. Die Teilnehmer erhalten zudem exklusiven und kostenlosen Zugang zu Weiterbildungsangeboten, die gemeinsam von DLR Mosel, Gastronomischem Bildungszentrum Koblenz und der Moselweinwerbung im Rahmen des Projekts veranstaltet werden.
Die Bewerbungen werden von einer Jury aus Weinwirtschaft und Tourismusbranche in Hinblick auf ihr Engagement und die Präsentation des Moselweines nach verschiedenen Kriterien bepunktet. Unterstützt wird das Projekt vom Gerolsteiner Brunnen, den Volksbanken und Raiffeisenbanken der Region, der Firma Wirtz und dem Gastronomischen Bildungszentrum Koblenz.

Weitere Informationen im Internet unter www.weingastgeber-mosel.de 

Foto: Die besten Weingastgeber 2026 freuen sich über Ihre Auszeichnungen und Preise, mit ihnen Mosel-Weinkönigin Teresa Oster, Abteilungsleiter Walter Reineck aus dem Weinbauministerium, die Vertreter der Wettbewerbsträger sowie die Preisstifter. Foto: Torsten Richertz