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Burgen und Schlösser
Ab Zell wird das Moseltal zunehmend enger, die Weinberge scheinen direkt aus dem Fluss herauszuwachsen und sich in schwindelnde Höhen zu erheben. Vielfach sind die Hänge so steil, dass die Reben nur auf schmalen Terrassen – gesichert durch Mauern aus Schiefersteinen – Platz finden. Die untere Mosel wird daher als Terrassenmosel bezeichnet. Hier ist der steilste Weinberg Europas zu finden, der Calmont zwischen den Weinorten Bremm und Ediger-Eller. Nach einer Tour über den Calmont-Klettersteig mit nahezu alpinem Charakter wird der Wanderer verstehen, wieso Steillagenwinzer als Helden gelten. Einschienenbahnen erleichtern den Winzern heute die Arbeit in den steilen Hängen, wo ansonsten fast alle Arbeiten von Hand erledigt werden müssen.
Nicht nur der Weinbau lässt sich hautnah erleben, die Terrassenlagen bieten auch Naturfreunden interessante Entdeckungen. Die Felsen und Trockenmauern mit ihrem warmen Mikroklima bieten seltenen Tieren wie dem Apollofalter, der Smaragdeidechse oder der Zippammer Lebensraum.
Schon die Kelten besiedelten diese spektakuläre Naturkulisse, die Römer brachten auch hier den Weinbau in größerem Stile. Und auch die mittelalterlichen Feudalherren schätzten die Weine von den steilen Hängen und Terrassen. Davon zeugen noch heute zahlreiche Burgen und Schlösser, die auf den Höhen über dem Flusstal thronen.
Heute schätzen Weinfreunde und Gourmets vor allem die Zusammenarbeit von Winzern und Köchen an der Terrassenmosel, die zu weinkulinarischen Entdeckungen einlädt.
Sehenswert
In Zell das Kurfürstliche Schloss; gegenüber Bullay die Marienburg; im Seitental bei Alf das Staatsbad Bad Bertrich mit Deutschlands einziger Glaubersalztherme; der romantische Weinort Beilstein, die Weinstadt Cochem mit der malerischen Reichsburg; die keltisch-römischen Fundstätten auf dem Martberg bei Pommern, die Burgen Eltz bei Moselkern, Ehrenburg bei Brodenbach und Thurant über Alken; die Festungsstadt Koblenz mit dem Deutschen Eck. Zu empfehlen sind zudem Wanderungen auf dem Klettersteig im Calmont zwischen Bremm und Ediger-Eller, auf dem Buchsbaum-Weg bei Treis-Karden sowie auf dem Apollo-Weg bei Valwig, der dem seltenen Apollofalter und weiteren seltenen Tieren und Pflanzen gewidmet ist.

