Mosel Weinkulturland

Ein europäischer Fluss


Im Süden des Weinbaugebietes ist die Mosel ein wahrhaft europäischer Fluss. Die Mosel entspringt in den Vogesen in Frankreich und erreicht über Nancy und Metz bei Apach und Perl die deutsche Grenze. Von Perl bis Wasserliesch bildet die Obermosel - auch als südliche Weinmosel bezeichnet – die natürliche Grenze zwischen dem Großherzogtum Luxemburg und Deutschland. In dieser Region bietet sich eine sprichwörtlich grenzenlose Entdeckungstour an, um das „savoir vivre“ im Dreiländereck kennenzulernen.
Auch geologisch gibt es hier keine Grenzen, die Reben gedeihen in Frankreich, Luxemburg und Deutschland auf ähnlichen Böden. Keuper, Tonmergel und Muschelkalkböden bieten der Elblingrebe, die seit der Antike angebaut wird, beste Wachstumsbedingungen. Der frische Elblingwein ist ein idealer Begleiter zu vielen Speisen. Häufig wird er zu spritzigem Winzersekt und Crémant veredelt. Neben dieser „uva alba“, der weißen Traube der Römer, spielen an der südlichen Weinmosel zunehmend Weißer und Grauer Burgunder, Auxerrois und Chardonnay sowie Blauer Spätburgunder eine Rolle, die auf den tiefgründigen Böden ebenfalls optimales Terroir finden.
Diese Vielfalt an Weinen verführt - gepaart mit einer französisch geprägten Küche – zum Einkehren in Weingüter und Restaurants im europäischen Tal der Mosel.

Sehenswert

Kurz nach der deutsch-französischen Grenze in Nennig die Ausgrabungen einer römischen Villa mit dem besterhaltenen Mosaikfußboden nördlich der Alpen; weiter flussabwärts Schloss Thorn, ältestes Schlossweingut Deutschlands; bei Wincheringen die Burg Warsberg; in Tawern der römische Tempelbezirk; in Oberbillig das Haus der Fischerei; in Igel die Igeler Säule, ein monumentales römisches Grabmal und heute Unesco-Weltkulturerbestätte, sowie der Nachbau eines römischen Tempels in den Weinbergen; in Konz das Freilichtmuseum Roscheider Hof.
Am deutschen Moselufer bietet die gut ausgeschilderte Elbling-Route zwischen Schloss Thorn und Konz dem Besucher Orientierung.