Mosel - Daten + Fakten

Mehr als 3600 Winzerhelden stellen sich täglich den Steillagen, um die besten Trauben für ihre hochwertigen Weine ernten zu können. Steile Hänge der Flusstäler, das dicht bepflanzte Rebenmeer und der unverwechselbare Schieferboden prägen das Landschaftsbild wie kaum eine andere Weinlandschaft der Welt und machen das Moselland unverwechselbar.

Die Mosel in Zahlen

Das Weinanbaugebiet Mosel umfasst über 8.800 Hektar Rebflächen im Tal der Mosel und ihrer Nebenflüsse Saar und Ruwer. Die Rebflächen erstrecken sich entlang der Mosel von der deutsch-französischen Grenze bei Perl im Saarland bis nach Koblenz sowie an den Unterläufen der Flüsse Saar, Ruwer, Sauer und Lieser sowie in weiteren Nebentälern. Mehr als 98 Prozent der Weinberge liegen auf rheinland-pfälzischem Gebiet.

Das Weinbaugebiet umfasst 6 weinbauliche Bereiche:

 

Die Bereiche untergliedern sich in 19 Großlagen sowie rund 520 Einzellagen.

Die Weinberge mit ihren schätzungsweise 60 Millionen Rebstöcken werden von etwa 3.600 Winzerbetrieben bewirtschaftet. Die durchschnittliche Betriebsgröße beträgt rund 2,4 Hektar. Während viele kleinere Winzerbetriebe mit Rebflächen unter 5 ha aufgrund von Nachfolgermangel und Strukturwandel ihre Flächen aufgeben, wächst der Anteil an Betrieben mit mehr als 5 ha Reben.

Etwa 40 Prozent der Rebflächen an Mosel, Saar und Ruwer befinden sich an den steilen Hängen der Flusstäler. Weinberge mit einer Hangneigung von mehr als 30 Prozent gelten als Steillagen. Die Moselregion ist mit 3.530 ha Weinbergen in Steillagen das größte Steillagenweinbaugebiet der Welt. An der Mosel befindet sich der steilste Weinberg der Welt, der Calmont zwischen Bremm und Ediger-Eller, mit bis zu 68 Grad Hangneigung. In solchen Steilst- und Terrassenlagen ist die Pflege der Reben nur per Hand möglich und sehr zeitaufwändig.


Die jährliche Weinproduktion im Anbaugebiet in den vergangenen 10 Jahren (im Durchschnitt 800.000 hl; Ernte 2016 laut Schätzung Weinbauverband):

2016:    750.000 Hektoliter                               2011:    960.000 Hektoliter

2015:    750.000 Hektoliter                               2010:    689.000 Hektoliter

2014:    890.000 Hektoliter                               2009:    814.000 Hektoliter

2013:    620.000 Hektoliter                               2008:    900.000 Hektoliter

2012:    670.000 Hektoliter                               2007:    970.000 Hektoliter

Die 6 Bereiche in Zahlen:
Bereich Hektar
Moseltor
(Gemeinde Perl/Saarland)
123 ha
Obermosel
(Palzem bis Igel)
723 ha
Saar
(Serrig bis Konz)
773 ha
Ruwertal
(Sommerau bis Ruwer)
181 ha
Bernkastel
(Trier bis Briedel)
5.716 ha
Burg Cochem
(Zell bis Koblenz)
1.282 ha

Vermarktung

Etwa zwei Drittel der Moselweine werden in Deutschland abgesetzt, das andere Drittel geht in den Export.

Der Anteil der Moselweine am deutschen Weinmarkt beträgt 6 Prozent in der Menge und 7 Prozent im Wert. In Deutschland wird etwa die Hälfte der Weine im Lebensmitteleinzelhandel verkauft. Die andere Hälfte wird im Direktvertrieb von Weingütern sowie in Gastronomie und Fachhandel verkauft.

In den Verkäufen in Deutschland sind allerdings auch die Einkäufe vieler ausländischer Urlaubsgäste enthalten. Die Moselregion ist das bekannteste deutsche Weinreiseziel und wird jährlich von mehr als 2,3 Millionen Übernachtungsgästen sowie vielen Millionen Tagesgästen besucht. Mehrere Hunderttausend Touristen aus den Niederlanden, Belgien, Skandinavien und anderen Ländern machen jährlich Urlaub an der Mosel. Viele kaufen direkt beim Winzerhof Wein für den Konsum zu Hause ein.

2015 exportierten die Weingüter und Kellereien von der Mosel rund 207.000 Hektoliter im Wert von 82 Millionen Euro in mehr als 80 Länder der Welt. Die wichtigsten Exportmärkte sind: USA, Kanada, Norwegen, Niederlande, Großbritannien, Japan, China, Hongkong, Belgien, Schweden, Dänemark, Finnland und Südkorea. Aber auch nach Frankreich, Italien, Österreich und Spanien, nach Australien, Neuseeland oder Peru wird Moselwein geliefert.

Rebsorten:

Sorte Vorkommen Hektar
weiße Sorten 90,6 % 7.968 ha
rote Sorten 9,4 % 830 ha
Riesling 61,3 % 5.396 ha
Müller-Thurgau 11,6 % 1.022 ha
Elbling 5,8 % 511 ha
Blauer Spätburgunder 4,5 % 396 ha
Weißer Burgunder 3,7 % 327 ha
Dornfelder 3,5 % 305 ha
Kerner 2,8 % 242 ha
Grauer Burgunder 1,9 % 163 ha
Bacchus 0,7 % 64 ha
Chardonnay 0,7 % 58 ha
Regent 0,6 % 55 ha
Auxerrois 0,5 % 40 ha
Sauvignon blanc 0,3 % 27 ha
Sonstige Sorten 2,2 % 192 ha