Moderne Werbelinie bringt hohe Aufmerksamkeit

Mitgliederversammlung des Moselwein e.V. beschloss Haushaltsplan für 2017.

Die Werbelinie der Mosel-Weinwerbung erzeugte auch 2016 sowie in den ersten Monaten des Jahres 2017 positive Resonanz und hohe Aufmerksamkeit. Das berichtete Vorsitzender Rolf Haxel in der Mitgliederversammlung des Moselwein e.V. am 25. April in Bernkastel-Kues. Der erfolgreiche Werbeauftritt habe sich überregional auch bei der Fachmesse ProWein im März in Düsseldorf bestätigt, wo der Gebietsstand der Mosel sehr viel Lob von internationalen Fachbesuchern wie auch heimischen Winzern erfahren habe, so Haxel.
Die Mitgliederzahl ist 2016 konstant geblieben und liegt aktuell bei 1165 (Vorjahr: 1164). Während einige Winzerbetriebe  aufgrund von Betriebsaufgabe ausschieden, gewann der Verein Neuzugänge vorwiegend aus den Reihen der Kultur- und Weinbotschafter.
Rolf Haxel wies darauf hin, dass die Einnahmen des Vereins aus den Weinwerbeabgaben ab 2017 jährlich um rund 40.000 Euro sinken. Hintergrund ist die gesetzliche Neuregelung der Pflanzrechte, durch die keine Abgaben mehr auf unbestockte Flächen mit Wiederbepflanzungsrecht erhoben werden können. Die geringeren Einnahmen werden im Etatplan für 2017 durch Fördermittel der Europäischen Union sowie höhere Erlöse in anderen Geschäftsfeldern kompensiert.
Geschäftsführer Ansgar Schmitz stellte den Geschäftsbericht 2016 vor. Das Geschäftsjahr war durch ein umfangreiches Maßnahmenprogramm gekennzeichnet. Mit einer Mischung aus Veranstaltungen, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Anzeigenwerbung, Seminaren und Verkaufsförderung erreichte der Moselwein e.V. Verbraucher und Fachpublikum auf verschiedenen Ebenen und Umfeldern. Ziel ist es dabei, möglichst viele Menschen direkt mit dem Produkt bzw. Bildern der Weinregion in Kontakt zu bringen, um eine positive Wahrnehmung des Moselweins zu erreichen. Ansgar Schmitz stellt aus dem umfangreichen Geschäftsbericht einige neue Projekte vor..
Neben bewährten Veranstaltungen von Weinforum über ProWein und weitere Messeauftritte und Gebietspräsentationen bis Weinwoche Bielefeld wurde im November erstmals eine Endverbraucherveranstaltung („Lange Nach der Weine“) in Köln erfolgreich in Kooperation mit einem Veranstalter organisiert. Zahlreiche Journalisten und Weinfachleute aus aller Welt wurden im Rahmen von Presse- und Informationsreisen sowie Seminaren informiert und geschult, häufig in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Weininstitut.
Im Bereich der Pressearbeit wurden über die üblichen Maßnahmen hinaus 2016 Pressereisen zum Thema „Biodiversität in Steillagen“ in Kooperation mit dem DLR Mosel, zum Thema „Kultur und Wein“ mit dem Mosel Musikfestival sowie für Food Blogger in Zusammenarbeit mit Mosellandtouristik und Rheinland-Pfalz-Tourismus GmbH veranstaltet.
Erstmals konnte die Geschäftsstelle im Jahr 2016 für die Anzeigenwerbung Zuschüsse aus einem EU-Programm einwerben. Das neue Programm ermöglicht die Beantragung von Fördergeld für Anzeigen zur Information über die geschützte Ursprungsbezeichnung (gU) Mosel. Die Veröffentlichungen erfolgten überwiegend in Publikumstiteln wie Zeit-Magazin, DB mobil sowie Genusszeitschriften. Zudem erfolgten mehrere PR-Veröffentlichungen, auch in großen Zeitungen wie Die Welt und Süddeutsche Zeitung, zu den Themen Weintourismus sowie Wein und Essen in Kooperation mit dem DWI.
Die Einnahmen aus den Weinwerbeabgaben der Winzerbetriebe wurden erneut komplett in Werbeaktivitäten investiert, so Schmitz, ebenso wie die Mitgliedsbeiträge der Kommunen und Betriebe. Zudem bringt der Moselwein e.V. weitere Mittel, die der Verein aus anderen Geschäftsfeldern erwirtschaftet hat, für die Werbeaktivitäten ein. Die Einnahmen aus Veranstaltungen, Werbemittelverkauf sowie Mitgliedsbeiträgen und Fördergeld haben in den vergangenen Jahren immer größere Bedeutung gewonnen, da die Einnahmen aus den Weinwerbeabgaben zurückgegangen sind. Im Etatplan für 2017 machen die Einnahmen aus den Weinwerbeabgaben 52 Prozent aus, 48 Prozent der Einnahmen werden anderweitig erwirtschaftet.
Ausführlich sind die Maßnahmen im Geschäftsbericht 2016 erläutert, den Mitglieder auf Anfrage in der Geschäftsstelle erhalten.

Finanziell schloss der Moselwein e.V. das Jahr 2016 mit Ausgaben von 1,36 Millionen Euro ab. Die Ausgaben lagen damit 86.000 Euro unter Plan. Die Einnahmen lagen 2016 mit 1,319 Millionen Euro rund 11.000 Euro über dem Soll, wie Christian Laros, zuständig für die Finanzen des Vereins, darlegte. Zum Ausgleich des Defizits wurden rund 41.000 Euro aus der Rücklage entnommen. Geplant hatten die Gremien des Moselwein e.V. mit einem Defizit von 138.000 Euro. Rechnungsprüfer Dr. Karsten Weyand aus Trier bescheinigte eine einwandfreie Buchführung und beantragte Entlastung für Vorstand und Geschäftsführung, die einstimmig gewährt wurde.

Für das Jahr 2017 legten Vorstand und Kuratorium einen ausgeglichenen Haushaltsplan mit Einnahmen und Ausgaben in Höhe von 1,323 Millionen Euro vor. Fördermittel aus EU-Programmen für Anzeigenwerbung werden verstärkt in Anspruch genommen. Mit ihrem Budget gestaltet die Gebietsweinwerbung auch für 2017 ein Maßnahmenprogramm aus Veranstaltungen, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Mediawerbung sowie Verkaufsförderung mit dem Ziel, Image und Absatz der Weine aus dem Anbaugebiet weiter zu fördern.

Weitere Informationen zur Arbeit des Moselwein e.V. erhalten Interessierte in der Geschäftsstelle im Haus der Landwirtschaft in 54295 Trier, Gartenfeldstraße 12a, Telefon 0651 710280, info(at)weinland-mosel.de.